Cottage Gärten – so werden sie richtig angelegt und traumhaft schön.

Der Ursprung der naturnahen und gleichzeitig romantischen Cottage Gärten liegt in England. Kleine Gärten im ländlichen Bereich wurden zur Selbstversorgung genutzt. Gleichzeitig wuchsen wunderschön blühende Ziergewächse zwischen den Nutzpflanzen und Obstbäumen. Die Gärten waren nicht perfekt gepflegt und akribisch angelegt, dafür fehlte die Zeit. Jeder Platz wurde genutzt und zwischen dem üppigen Wildwuchs fanden sich nützliche Gartenaccessoires sowie gemütliche Sitzplätze. Mittlerweile hat sich der freie Stil der kleinen Bauerngärten auch auf viele Ziergärten übertragen.

Eine wilde Struktur mit viel Liebe zum Detail

Die Natur steht im Mittelpunkt. Verabschieden Sie sich von großen, kurz gemähten Rasenflächen, kreuzförmig angelegten Wegen und korrekt abgegrenzten Blumenbeeten. Doch auch wenn die bunten Bauerngärten wirken, als könnten sich alle Pflanzen ungezügelt natürlich entfalten, sollten Sie eine Struktur aus unterschiedlichen Themenbereichen anlegen. Denken Sie dabei nicht in großen Flächen, sondern in kleinen Räumen. Hier dürfen dann allerdings die Pflanzen wachsen, wie sie wollen. Gestalten Sie trotzdem bis in die kleinste Ecke. Als Dekoration sind bepflanzte Holzschubkarren, alte Gieß- oder Milchkannen sowie ausgedientes Gartenwerkzeug ideal. Stellen Sie die Dinge so, als wären sie dort vergessen und im Laufe der Zeit eingewachsen. Nichts sollte künstlich oder absichtlich wirken.  Das macht den verwunschenen Charme der Cottage Gärten aus.

Cottage Gärten: Eingewachsene Steinmauer mit Tor, Pflanzkübel aus Stein und wildwachsende Stauden
Eingewachsenen Steinmauern lassen verwunschen wirkende Gartenbereiche entstehen.

So legen Sie einen Cottage Garten richtig an

Streng genommen darf das Cottage, also das kleine Landhaus, nicht fehlen. Aber keine Sorge, auch ein romantisches Gartenhäuschen erfüllt seinen Zweck.  Lassen Sie sich ein wenig Zeit, bevor Sie damit beginnen, Blumen zu pflanzen und Wege anzulegen. Beobachten Sie Ihren Garten eine Weile zu jeder Tageszeit. Welcher Bereich erhält am meisten Sonnenlicht? Gibt es ungestörte Ecken, die zum Ausruhen und Entspannen einladen? Gartenbereiche fern ab vom Straßenlärm oder Nachbarhäusern sind ideal für Sitzecke, Pergola oder Pavillon. Traumhaft sind auch stille Wasserplätze. Wer viel Platz hat, kann sich einen natürlichen Schwimmteich anlegen. Aber auch Steinspringbrunnen, plätschernde kleine Wasserläufe oder bepflanzte Wasserbecken unterstreichen den natürlichen Charakter des Gartens.

Kleines weißes Gartenhaus zwischen vielen Stauden – Cottage Gärten
Es muss nicht gleich ein Landhaus ein, auch kleine Gartenhäuschen sind idyllische Rückzugsorte.

Der richtige Rahmen für jeden Platz

Steinmauern, Holzzäune und auch Hecken gestalten die Cottage Gärten. Sie lassen geschützte Bereiche entstehen, die einladen, die Seele baumeln zu lassen. Hier können Sie ungestört die Natur genießen. Staketenzäune sind schnell aufgebaut und nicht kostspielig. Direkt von der Rolle können sie mühelos auf die gewünschte Länge zugeschnitten werden. Zugewachsen lassen sie herrlich natürliche Gartenoasen entstehen.

Hecken sind ein wunderbarer Sichtschutz. Wählen Sie immergrüne Gewächse wie Hain- oder Rotbuche und Eibe. Für kleinere Hecken ist Buchsbaum ideal. Beim Schnitt dürfen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Alle Formen und Größen sind erlaubt.

Steinmauern grenzen den Garten von der Außenwelt ab. Wählen Sie dafür Naturmaterialien wie Ziegel oder Feldsteine. Moos, Efeu und andere Kletterpflanzen dürfen die Mauer gern großflächig bedecken.

Welche Pflanzen dürfen in Cottage Gärten nicht fehlen?

Bäume sorgen für schattige Plätze. Da Cottage Gärten im Ursprung Nutzgärten sind, sollten auch einige Obstbäume zu finden sein. Wenn Sie Ihren Garten auch zur Selbstversorgung nutzen wollen, können Sie nach Lust und Laune Gemüsebeete anlegen oder auch Kartoffeln und Kürbisse pflanzen. Auch Kräuter und Heilpflanzen dürfen nicht fehlen. Sie sind duftende Aromainseln und Kräuterspiralen wirken dazu ausgesprochen dekorativ.

Für die Wahl der Zierpflanzen gilt: robust und pflegeleicht. Früher wurden vor allem Stauden verwendet, die sich  problemlos vermehren und teilen ließen. Sie wurden unter den Gartenbesitzern gern getauscht. Damit Sie lange Zeit eine bunte Farbenpracht genießen können, sollten Sie frühjahrs-, sommer- und herbstblühende Stauden mischen.

Frühjahrsblüher:

  • Tulpen,
  • Grasnelke,
  • Narzissen
  • Island-Mohn
  • Blausternchen

Sommerblüher:

  • Sonnenhut
  • Rittersporn
  • Lilien
  • Fingerhut
  • Prachtspieren
  • Schafgarbe
  •  Ziertabak,
  • Lavendel
  • Salbei
  • Lupinen

Herbstblüher:

  • Fetthenne
  • Herbst-Anemone
  • Astern
Rosenbogen zwischen Blumenstauden – Cottage Gärten
Rosenbögen sind romantisch und laden ein, den Cottage Garten zu genießen.

Das darf auf keinen Fall in Cottage Gärten fehlen

Rosen gehören einfach in Landhaus-Gärten, in allen Farben und Sorten. Durch sie entsteht die typische romantische Stimmung. Passend dazu sind Rankhilfen und Rosenbögen unentbehrlich. Modelle mit integrierter Bank schaffen idyllische Plätzchen in Ihrem Garten.

Kletterpflanzen wie Efeu, Clematis oder Trompetenblumen dürfen in den Gärten ungehindert wachsen und wuchern. Sie unterstreichen den wilden, natürlichen Cottage-Chic. Zäune, Mauern, Dekoration und natürlich auch Hauswände sollten üppig bewachsen sein. Auf den Wegen und auf Steinflächen kann sich  Moos ausbreiten.

Cottage Gärten - kleines Kind gießt mit seiner Mutter Blumenstauden.
Gartenarbeit in Cottage Gärten ist naturnahe Entspannung und bringt Spaß.

Pflegen Sie Ihren Garten

Es stimmt. Cottage Gärten sind sehr pflegeleicht. Trotzdem sollten Sie auf die Gartenarbeit nicht verzichten. Für viele Hobbygärtner ist das eine gute Nachricht, können sie doch bei der Pflanzenpflege entspannen und die Natur genießen. Die Hecken sollten auch in diesen scheinbar wilden Gärten beschnitten werden. Schneiden Sie außerdem Rosen und Stauden wie in allen anderen Gärten auch zurück. Achten Sie deshalb bei der Planung der Wege darauf, dass die Beete gut begehbar sind. Ebenso wichtig ist es, Fallobst aufzusammeln und die Pflanzen regelmäßig zu düngen.

 

Fotos: Fotolia-yolfran, Fotolia-dresden, Fotolia-yolfran, Fotolia-Maria Sbytova

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.