Weihnachtsessen: Braten oder Kartoffelsalat?

Sie wissen noch nicht, welches Weihnachtsessen Sie dieses Jahr servieren werden? Kommt bei Ihnen jedes Jahr der Kartoffelsalat auf den Tisch? Vielleicht möchten Sie dieses Mal etwas ganz anderes ausprobieren. Dann haben wir leckere Vorschläge für Sie.

Wir stellen Ihnen typische Rezepte vor, bieten pfiffige Alternativen und geben Tipps, wie Weihnachten schön und entspannt wird.

Kartoffelsalat – Das beliebteste Weihnachtsessen

Laut einer aktuellen Studie stehen an Heiligabend bei 26 Prozent der deutschen Familien Kartoffelsalat und Würstchen auf dem Tisch. Die Vorteile dieses Gerichts liegen auf der Hand: Kartoffelsalat können Sie bereits am Vortag vorbereiten. Dann ist er gut durchgezogen und schmeckt noch besser. Heiligabend nehmen Sie einfach den Salat rechtzeitig aus dem Kühlschrank und stellen ihn auf den Tisch – fertig. Vor allem Kinder lieben Kartoffelsalat. Und wenn die Kleinen vor lauter Aufregung vor der Bescherung nur zwei Bissen essen, können sie sich später ohne großen Aufwand noch eine Portion holen. Probieren Sie den praktischen Klassiker. Hier finden Sie das passende Rezept.

Raclette für Freunde und Familie

Kommen an Heiligabend Freunde und Verwandte zu Ihnen, können Sie – wie übrigens rund 11 Prozent der Deutschen auch – Raclette machen. Das ist das ideale Weihnachtsessen für gesellige Runden. Entwickelt hat sich das Gericht aus der Walliser Tradition, am Lagerfeuer einen Käselaib peu á peu zu schmelzen. Nacheinander bekamen dann alle in der Runde ihre Portion auf einen Teller geschabt. Bis alle satt waren, dauerte es mehrere Stunden – es blieb viel Zeit für Gespräche und Gelächter. Diese Geselligkeit hat sich bis heute gehalten. 

Raclette kommt auf den Tisch

Der Raclett-Grill steht auf dem Tisch. Auf der oberen Platte werden Fleisch, Scampi oder Gemüse gebraten. Unten können kleine Pfännchen mit den verschiedensten Zutaten befüllt und mit Käse überbacken werden. Die Schweizer hingegen bereiten ihr Nationalgericht mit einem Racletteofen zu, in den der Käse gespannt oder gelegt wird. Die oberste Schicht schmilzt und wird mit einem Raclettemesser auf den Teller geschabt. Dort befinden sich traditionell nur Pellkartoffeln, saure Gurken und Essigzwiebeln. Doch mittlerweile sind auch andere Beilagen erlaubt.

Stressfreie Vorbereitung

Tipp: Wenn auch die Gäste verschiedene Zutaten mitbringen, wird die Auswahl abwechslungsreicher. Außerdem ist dann für jeden etwas Leckeres dabei. Sprechen Sie im Vorfeld ab, wer was mitbringt. Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Denn Obst und Früchte lassen sich ebenso überbacken wie Gemüse oder Fleisch. Verschiedene Dips oder Kräuter sorgen dann für Abwechslung. Und mit verschiedenen Käsesorten wie Feta, Gorgonzola oder Parmesan geben Sie jedem Pfännchen noch mehr Gestaltungsspielraum.

Weihnachtsessen: Raclette-Essen mit Tischgrill. Die Pfännchen sind gefüllt mit verschiedenen Zutaten. Um den Grill herum stehen Schalen mit Pilzen, Tomaten und Quark.
Raclette ist perfekt als gemütliches Weihnachtsessen mit Freunden und Verwandten.

Und noch ein Tipp, wenn auch kein kulinarischer: Wenn Sie einen Vogel als Haustier halten, entfernen Sie zum Essen seinen Käfig aus dem Esszimmer. Denn für das Tier kann das Gas Polytetrafluorethylen, das beim Erhitzen der teflonbeschichteten Tischgrills freigesetzt wird, tödlich sein.

Kulinarisches Erlebnis – Fleischfondue

Auch Fondue ist beliebt: Acht Prozent der Deutschen schätzen das gesellige Festessen an Weihnachten. Für ein gelungenes kulinarisches Erlebnis sollten Sie Fleisch und Öl für das Fondue sorgfältig auswählen. Nur wenige wissen: Die Ölsorte hat Einfluss auf das Fleisch. Empfehlenswert sind Raps- oder Sonnenblumenöle wegen des hohen Anteils gesunder ungesättigter Fettsäuren. Allerdings darf das Öl nicht so heiß werden, dass es qualmt, da sonst gesundheitsschädliche Stoffe entstehen. Wer es kross mag, kann heißes Kokosfett nutzen. Hier sind deutlich mehr ungesunde gesättigte Fettsäuren enthalten, dafür verträgt Kokosfett eine höhere Temperatur.

Welches Fleisch passt zum Fondue?

Das Fleisch sollte eine möglichst hohe Qualität haben. Dadurch verkürzt sich die Garzeit und das Fleisch schmeckt einfach besser. Bedenklich ist der Verzehr von Putenfleisch. Laut einer Studie von Ökotest und BUND ist es schwer möglich, nicht mit Keimen belastetes Putenfleisch zu kaufen. Rind-, Schwein- und Hähnchenfleisch und sogar Lamm bieten aber viel Auswahl. Auch Cocktailwürstchen, Bacon und Speck sind eine tolle Idee und lassen sich auf dem Raclette schön knusprig grillen.

Pro Person müssen Sie mindestens 300 Gramm einplanen. Traditionell wird das Fleisch in kleine Würfel geschnitten; wer es knusprig mag, nimmt schmale Streifen. Das Fleisch gut trocken tupfen, damit das Öl weniger spritzt und raucht. Verschiedene Saucen, Kräuterbutter, Ciabattabrot und ein bis zwei Salate, die Sie eventuell auch am Vortag oder von den Gästen zubereiten lassen können, machen das Fondue perfekt.

Ente oder Gans? Hauptsache Geflügel

Bei rund sieben Prozent der Deutschen kommt Ente auf den Tisch, bei weiteren sieben Prozent eine Festtagsgans. Ente gelingt eigentlich ganz leicht. Wenn Sie kein traditionelles Familienrezept für Ihr diesjähriges Weihnachtsessen haben, empfehlen wir Ihnen unser Enten-Rezept.

Eine ganze gebratene Ente auf dem weihnachtlich dekorierten Esstisch. Beilagen sind Knödel und Rosenkohl. Leckeres Weihnachtsessen.
Auch ungeübte Köche können Ente als Weihnachtsessen zaubern.

 

Für Fischfreunde: Der Weihnachtskarpfen

Der Weihnachtskarpfen gilt bereits seit dem Mittelalter als traditionelles Gericht an Heiligabend. Seinen Ursprung hat es im Christentum: Als die Adventszeit noch Fastenzeit und damit der Verzehr von Fleisch tabu war, sollte mit diesem Fischgericht der Höhepunkt des Advents besonders gefeiert werden. Erst am ersten Weihnachtstag war das Fasten vorbei und der Gänsebraten durfte wieder auf den Tisch. Hier finden Sie ein Rezept für Karpfen.

Ein ganzer Karpfen auf dem weihnachtlich dekorierten Esstisch ist ein beeindruckendes Weihnachtsessen.
Der Weihnachtskarpfen blickt auf eine lange christliche Tradition zurück.

 

Festliche Alternative: Filet Wellington

Filet Wellington, ein ganzes Rinderfiflet im Blätterteigmantel, aufgeschnitten auf dem weihnachtlich dekorierten Esstisch.
Filet Wellington als Weihnachtsessen lässt sich mit unterschiedlichstem Gemüse kombinieren und gelingt leicht.

Wenn Sie Ihre Familie und Freunde mit einem eher untypischen, aber exquisitem Gericht verwöhnen möchten, empfehlen wir Ihnen ein anspruchsvolles Weihnachtsessen mit wenig Aufwand und historischem Hintergrund: Der Legende nach ließ sich Arthur Wellesleys, der erste Herzog von Wellington, gleich nach seinem Sieg über Napoleon Bonaparte 1815 in der Schlacht bei Waterloo im heutigen Belgien feinstes Rindfleisch im Blätterteig servieren. Seitdem ist das Gericht für besondere Anlässe unter seinem Namen – Filet Wellington – bekannt.

Für welches Gericht Sie sich auch entscheiden: Genießen Sie das Kochen! Lassen Sie sich helfen, wenn Ihnen die Zubereitung zu schwer erscheint und freuen Sie sich auf ein Weihnachtsessen im Kreise Ihrer Liebsten. Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen und ein entspanntes Weihnachtsfest!

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