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Kompost ohne Geruch anlegen mit wenig Aufwand

Garten, Nachhaltiges Gärtnern

Wenn Sie einen Kompost anlegen, denken Sie wahrscheinlich zuerst an den Platz im Garten und zuletzt an das, was im Haufen passiert. Dabei entscheidet das Innenleben, ob ein Kompost ohne Geruch auskommt und am Ende duftende Erde liefert oder ob ein feuchter, übel riechender Klumpen entsteht. Den Aufbau Schritt für Schritt beschreibt unser Beitrag Kompost anlegen.

Ein Komposthaufen ist ein kleines Ökosystem, und Mikroorganismen, Würmer und Asseln erledigen die Arbeit. Der Gärtner sorgt nur dafür, dass sie gute Bedingungen vorfinden. Das gelingt mit wenigen Entscheidungen, die man am Anfang trifft.

Der Standort entscheidet über die Hälfte

Am besten steht der Kompost halbschattig, geschützt vor Wind und direkter Mittagssonne. In der prallen Sonne trocknet das Material aus, im dauernden Schatten bleibt es zu nass. Ein Platz an der Nordseite einer Hecke oder unter einem lichten Baum erfüllt beides.

Dreiteiliger Holzkomposter im Halbschatten neben einer Hecke, davor ein angelehnter Spaten auf Erdboden, um einen Kompost anzulegen
Wer einen Kompost anlegen möchte, sucht sich einen Platz mit Erdkontakt und ohne pralle Mittagssonne. Der Spaten steht schon bereit, denn schon der erste Haufen braucht eine saubere Grundfläche.

Wichtig ist der direkte Kontakt zum Erdboden, denn nur so wandern Regenwürmer von unten ein und Überschusswasser versickert. Eine passende Größe richtet sich nach dem verfügbaren Platz und der Menge des anfallenden Materials. Der Kompost sollte so aufgesetzt werden, dass er gut durchlüftet bleibt.

Was in den Kompost gehört und was nicht

Gärtner sprechen von grünem und braunem Material. Grün sind Rasenschnitt, Küchenabfälle und frische Pflanzenreste, die viel Stickstoff und Feuchtigkeit mitbringen. Braun sind gehäckselte Zweige, Laub, Eierkartons und zerrissene Pappe, die Struktur und Kohlenstoff liefern. Mischen Sie frische, feuchte Materialien mit trockenen, groben Gartenabfällen.

Zwei Häufchen auf einem Holztisch, links Rasenschnitt und Gemüsereste, rechts trockenes Laub und Pappe, daneben eine Gartenschere
Grün liefert Feuchtigkeit und Stickstoff, braun sorgt für Luft und Struktur. Beides sollte im Haufen im Wechsel geschichtet werden.

Welche Küchenabfälle geeignet sind, richtet sich nach den örtlichen Vorgaben und dem verwendeten Kompostsystem. Kranke Pflanzenteile sollten Sie nach den örtlichen Entsorgungsvorgaben behandeln. Zitrusschalen sollten Sie nur entsprechend den Vorgaben für das verwendete Kompostsystem hinzufügen.

Feuchtigkeit und Luft im Gleichgewicht

Ein gesunder Kompost fühlt sich an wie ein ausgedrückter Schwamm: feucht, aber ohne dass Wasser tropft. Riecht er nach faulen Eiern, fehlt Sauerstoff. Dann hilft es, den Haufen mit der Grabegabel zu lockern und trockenes, grobes Material unterzumischen.

Behandschuhte Hände drücken eine Handvoll dunklen Kompost zusammen, im Hintergrund eine verschwommene Gießkanne
Die Handprobe verrät mehr als jede Anleitung. Tropft Wasser heraus, ist der Haufen zu nass, zerfällt die Erde sofort, fehlt Feuchtigkeit.

Bei Trockenheit im Sommer genügt es, den Haufen gelegentlich zu gießen und mit einer Lage Grasschnitt oder einer Jutedecke abzudecken. Beim Umsetzen im Frühjahr und Herbst kommt das äußere, noch grobe Material nach innen. So zersetzt sich der gesamte Haufen gleichmäßig.

Nach einem Jahr wird aus Abfall Erde

Wie lange die Reife dauert, hängt unter anderem von Mischung, Feuchtigkeit, Belüftung und Witterung ab. Fertiger Kompost riecht nach Waldboden, ist krümelig und dunkelbraun, und einzelne Eierschalen oder Zweige sind noch zu erkennen. Ein grobes Sieb trennt die unfertigen Reste ab, die als Starthilfe in den neuen Haufen zurückgehen.

Reifen Kompost können Sie nach Bedarf auf Beete ausbringen oder in Pflanzlöcher mischen. Dort versorgt sie Gemüse und Stauden über Wochen mit Nährstoffen. Der Haufen in der Gartenecke ist damit ein Kreislauf, der gleich vor der Haustür geschlossen wird.

Fotos: Textnetz, Generiert mit KI

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