Die Uhr springt in einer Sekunde, der Körper richtet sich nach etwas anderem. Doch wer weiß, wonach, kommt deutlich leichter durch die Umstellung.

In der Nacht auf Sonntag, den 25. Oktober, endet die Sommerzeit. Um 3 Uhr springen die Uhren auf 2 Uhr zurück, die Nacht hat 25 Stunden. Früher kann die Zeitumstellung auf Winterzeit nicht liegen, 2027 folgt sie erst am 31. Oktober. Auf dem Papier ist das ein Geschenk, denn es gibt eine Stunde mehr Schlaf. Im Körper kommt es oft anders an, weil die innere Uhr nicht dem Zifferblatt folgt, sondern dem Licht.

Die Nacht auf den 25. Oktober hat 25 Stunden

Smartphones, Computer und Funkuhren stellen sich von allein um. Von Hand zurückdrehen müssen Sie Backofen, Mikrowelle, Wanduhren, Armbanduhr und die Uhr im Auto. Wer unsicher ist, in welche Richtung gedreht wird, kennt vielleicht die Gartenmöbelregel: Im Frühling kommen die Möbel vor das Haus, im Herbst zurück. Die Winterzeit heißt übrigens offiziell Normalzeit. Sie entspricht der Mitteleuropäischen Zeit, nach der Deutschland ohnehin tickt. Abweichend ist die Sommerzeit.

Hand stellt die Uhr am Einbaubackofen in einer Küche zurück bei der Zeitumstellung auf Winterzeit, im Hintergrund eine Wanduhr und eine Teetasse

Smartphones stellen sich bei der Zeitumstellung auf Winterzeit selbst um, Backofen und Autouhr nicht. Wer die Geräte am Samstagabend zurückdreht, startet den Sonntag ohne Zeitchaos.

Was die Zeitumstellung auf Winterzeit im Körper auslöst

Die Umstellung gleicht einem Mini-Jetlag. Viele Menschen spüren sie, am häufigsten als Müdigkeit, Einschlafprobleme und Konzentrationsschwäche. Die Herbstumstellung gilt als die mildere, weil sie Schlaf schenkt statt nimmt. Der Schlaf hat sich meist nach ein bis zwei Wochen angepasst.

Hinzu kommt ein zweiter Effekt, der mit der Uhr nur mittelbar zu tun hat: Morgens wird es früher hell, abends früher dunkel. Am 25. Oktober wird es vielerorts früher dunkel. Wer nach Feierabend noch Tageslicht gewohnt ist, merkt das sofort.

Zehn bis fünfzehn Minuten pro Tag vor dem Sonntag

Wer die Umstellung abfedern will, verschiebt Schlaf- und Aufstehzeiten schon einige Tage vorher in kleinen Schritten, etwa um zehn bis 15 Minuten pro Tag. Das klingt nach wenig und reicht trotzdem. Beginnen Sie vier Tage vor dem Wechsel und gehen Sie jeden Abend eine Viertelstunde später ins Bett, ist Ihr Rhythmus am Sonntag um eine Stunde verschoben. Dann dreht die Uhr nur noch zurück, was Ihr Körper bereits vollzogen hat.

Nachttisch mit Lichtwecker, Buch und Wasserglas, die Nachttischlampe brennt, die Bettdecke ist zurückgeschlagen

Eine Viertelstunde später ins Bett, vier Abende lang. Mehr braucht der Körper nicht, um dem Wechsel entgegenzugehen.

Kinder reagieren auf die Umstellung oft empfindlicher. Bei ihnen helfen feste Abendrituale und dieselben kleinen Schritte, damit der Sonntagmorgen nicht eine Stunde zu früh beginnt.

Tageslicht stellt die innere Uhr schneller um als jeder Wecker

Schon wenige Minuten Tageslicht helfen, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu stabilisieren. Praktisch heißt das: Vorhänge morgens sofort öffnen, das Frühstück am Fenster einnehmen, ein Stück des Arbeitswegs zu Fuß gehen und die Mittagspause draußen verbringen, denn nach Feierabend ist es dunkel. Am Umstellungstag selbst hilft Bewegung an der frischen Luft gegen Müdigkeit. Am Abend gilt: leicht essen und auf Alkohol verzichten, denn schwere Mahlzeiten und Alkohol belasten den Schlaf.

Mann im Mantel geht an einem Herbstmorgen über einen laubbedeckten Parkweg, die Sonne steht tief

Schon wenige Minuten Tageslicht stabilisieren den Rhythmus. Ein Weg zu Fuß am Morgen wirkt besser als die zweite Tasse Kaffee.

Black Friday Angebote prüfen heißt, den Preis von gestern zu kennen

Der 27. November verspricht Rabatte von 30, 40 oder 50 Prozent. Doch ein Nachlass ist immer nur so groß wie der Preis, von dem er abgezogen wird.

Eine Prozentangabe im Schaufenster oder im Onlineshop ist eine Behauptung über die Vergangenheit eines Preises. Ob sie stimmt, lässt sich nur prüfen, wenn Sie diese Vergangenheit kennen. Das gilt für den Black Friday am 27. November ebenso wie für den Cyber Monday drei Tage später. Wer dann Black Friday Angebote prüfen will, hat einen Vorsprung, wenn er schon jetzt anfängt: Der Preis von heute ist die Messlatte für den Preis am Aktionstag.

Der Rabatt bezieht sich oft auf einen Preis, den kaum jemand zahlte

Viele Händler rechnen ihre Nachlässe von der unverbindlichen Preisempfehlung aus, und die liegt häufig über dem, was ein Gerät im Alltag tatsächlich kostet. Stichproben der Verbraucherzentrale NRW aus früheren Jahren zeigten, dass die Preise an solchen Aktionstagen im Durchschnitt um weniger als 20 Prozent fielen, versprochen waren oft weit über 50 Prozent. Dazu kommt, dass Händler den Tag nutzen, um Vorgängermodelle und unbeliebte Farbvarianten loszuwerden. Das kann ein echtes Schnäppchen sein, ist aber ein anderes Produkt als das, das Sie im Kopf hatten.

Eine Liste im Oktober schlägt jede Schnäppchenjagd im November

Notieren Sie vor dem Aktionstag drei bis fünf Produkte, die Sie wirklich brauchen, mit dem heutigen Preis und dem Preis, bei dem Sie kaufen würden. Preisvergleichsportale zeigen bei vielen Geräten den Preisverlauf der vergangenen Wochen. Ein Rechenbeispiel: Ein Gerät steht mit 30 Prozent Nachlass für 280 Euro im Angebot, angeblich vorher 400 Euro. Zeigt der Preisverlauf, dass es seit Wochen für 290 Euro zu haben war, beträgt die Ersparnis zehn Euro, nicht 120. Auch der Laden vor Ort lohnt den Blick, denn der Einzelhandel hat ebenfalls Aktionen im Programm.

Fake-Shops sehen heute aus wie echte Shops

Rund um die Aktionstage tauchen ganze Fake-Shops auf, die seriösen Anbietern zum Verwechseln ähnlich sehen. Ein Teil der Online-Käufer ist bereits auf einen solchen Shop hereingefallen. Warnsignale sind eine auffällige Internetadresse, ein fehlendes Impressum, holprige Formulierungen, kopierte AGB und Vertrauenssiegel, für die es kein Zertifikat gibt. Der kostenlose Fake-Shop-Finder der Verbraucherzentralen bewertet einen Shop und listet technische Merkmale auf.

Ein Preis weit unter allen Vergleichspreisen ist selbst ein Warnsignal. Das gilt auch für Werbung in sozialen Netzwerken, die Produkte anpreist, die es nur in einem unbekannten Shop gibt. Bei neuen Anbietern ist der Kauf auf Rechnung die bessere Wahl, Vorkasse sollten Sie nur bei Händlern nutzen, die Sie kennen.

Das Widerrufsrecht gilt auch am Black Friday

Bei Online-Käufen haben Sie in der Regel 14 Tage Zeit, die Ware zurückzuschicken, auch an Aktionstagen. Manche Shops gewähren freiwillig 30 Tage. Ausnahmen gibt es etwa bei Waren, die nach Ihren Wünschen angefertigt wurden. Wer ein Angebot erst nach dem Auspacken prüft, hat damit immerhin einen Plan B.

Am 27. November entscheidet dann nicht mehr, wie ein Angebot aussieht, sondern ob es besser ist als die Zahl, die Sie vorher notiert haben.

Warum die Winterzeit als die gesündere Zeit gilt

Die Winterzeit gilt als die Variante, die dem natürlichen Licht am besten entspricht und damit dem Schlaf-Wach-Rhythmus entgegenkommt. Das ändert nichts daran, dass zweimal im Jahr an der Uhr gedreht wird. Abgeschafft ist die Zeitumstellung trotz jahrelanger Debatte nicht, ein Termin für eine Entscheidung liegt nicht vor.

Am Sonntagmorgen genügt deshalb ein Spaziergang nach dem Frühstück. Draußen ist es hell, der Tag hat begonnen, und das Licht erklärt dem Körper in wenigen Minuten, was die Uhr an der Wand nur behauptet.

Fotos: Textnetz, Generiert mit KI