Rasen mähen im Herbst: Die sieben wichtigsten Regeln

Die Tage werden kürzer, Blätter fallen von den Bäumen und es wird kalt – der Herbst beginnt.  Jetzt heißt es, die letzten Sonnenstrahlen nutzen, um den Rasen auf die Strapazen des Winters vorzubereiten. Für Gartenbesitzer startet nun der Endspurt der Gartensaison. Geben Sie Ihr Bestes, damit Ihr Rasen im nächsten Frühjahr wieder im lebendigen Grün erwacht. Wir fassen für Sie die sieben wichtigsten Regeln für erfolgreiches Mähen zusammen:

 

Das Herbstwetter macht das Rasen mähen oft schwierig.

Der richtige Zeitpunkt zum Rasen mähen

Das Herbstwetter macht es schwer, den Rasen in gewohnten Zyklen zu mähen. Nasses Gras kann nicht gleichmäßig geschnitten werden. Der Rasenmäher hinterlässt tiefe Spuren im feuchten Boden und gleichzeitig klebt das schwere Schnittgut im Mähwerk und im Auffangbehälter. Und wenn Sie mit einem Aufsitzrasenmäher über die Rasenfläche fahren, müssen Sie zusätzlich befürchten, den Boden durch die Belastung zu verdichten. Das hätte zur Folge, dass das Regenwasser nicht versickert, was wiederum das Mooswachstum fördert. Unser Tipp: Warten Sie also auf die sonnigen, trockenen Herbsttage, um Ihren Rasen zu mähen und genießen Sie dabei das schöne Wetter.

 

Laub sollte im Herbst vom Rasen entfernt werden.

Es ist so weit: Der letzte Rasenschnitt

Die gute Nachricht für Mäh-Muffel: Spätestens Ende Oktober können Sie das letzte Mal Rasen mähen. Vorausgesetzt, die Nächte werden kühler. Solange in der Nacht die Temperaturen nicht fallen, wachsen die Grashalme weiter. Bis dahin benötigt das Gras weitere Pflege.

 

APUNCTO-Rasen-@Fotolia_ Fotoschlick

Die richtige Höhe ist wichtig

Ist der Rasen beim letzten Schnitt zu kurz geschnitten, wird das Gras geschwächt und anfälliger gegen Frost. Lange Gräser werden durch die Last von Regenwasser und Schnee umgeknickt. Unter den liegenden Halmen können sich schnell Krankheiten und Pilze ausbreiten. Robuster Spiel- und Sportrasen wird mit einer Länge von vier bis fünf Zentimetern gut den Winter überstehen. Die etwas längeren Halme können das wenige Sonnenlicht im Winter optimal nutzen und sich gegen das Moos besser durchsetzen.

 

Fallobst sollte vom Rasen entfernt werden.

Bitte Rasenschnitt und Fallobst entfernen

Es ist leider ein Irrtum zu glauben, dass verrottendes Laub und Rasenschnitt Nährstoffe auf der Rasenfläche hinterlassen. Das Gegenteil ist der Fall: Die Feuchtigkeit unter den nassen Blättern und Gräsern ist ein guter Nährboden für Pilze und Krankheitserreger wie Schneeschimmel. Deshalb sollten Sie Laub, Rasenschnitt aber auch faulendes Fallobst von dem Rasen entfernen. Unser Tipp: Häckseln Sie die Blätter beim Mähen klein und fangen Sie diese im Auffangkorb des Rasenmähers auf. Das zerkleinerte Laub lässt sich viel schneller kompostieren.

 

Im Herbst endet die Gartensaison und der Rasen wird ein letzes Mal gemäht.

Spezieller Herbstdünger kräftigt den Rasen nach dem Mähen

Da in der kalten Jahreszeit nicht das Wachstum der Gräser gefördert werden soll, ist ein normaler Rasendünger im Herbst nicht ausreichend. Er kann sogar Schaden anrichten: der hohe Stickstoffanteil des herkömmlichen Düngers macht die Gräser anfälliger für Frostschäden. Wenn Sie Ihren Rasen optimal auf den Winter vorbereiten wollen, sollten Sie einen kaliumbetonten Langzeitdünger verwenden. Kalium stärkt die Gräser und unterstützt die Winterhärte. Es sorgt für harte Zellwände, was das Eindringen von Pilzerregern in die Halme deutlich erschwert.

 

Der Rasen braucht im Herbst besondere Pflege.

Nicht vergessen: Kahle Stellen bis Ende Oktober nach säen

Viele Gärtner vertikutieren vor dem Winter ihren Rasen. Spätestens dann werden unschöne, kahle Stellen in der Grasfläche deutlich. Nach dem letzten Rasenschnitt ist ein idealer Zeitpunkt, um die kahlen Stellen auszubessern. Dann wächst das Grün im nächsten Frühjahr wieder dicht und schön.

 

Im Herbst ist es wichtig, den Rasenmäher winterfest zu machen.

Zu guter Letzt: Rasenmäher winterfest machen

Mit dem Frost beginnt nicht nur die Winterpause für den Rasen, auch der Rasenmäher hat eine Auszeit. Bitte denken Sie daran, den Tank zu leeren und Öl aufzufüllen. Nach hoher Beanspruchung  ist sogar ein Ölwechsel nötig. Ob Benzin- oder Elektrorasenmäher: Wichtig ist auf jeden Fall, den Rasenmäher gründlich zu säubern. Aber Vorsicht bei Benzin- oder Dieselmodellen: Beim Reinigen der Unterseite darf das Gerät nur nach hinten gekippt werden. Wer seinen Mäher auf die Seite legt, lässt unter Umständen Öl in Luftfilter oder Auspuff fließen. Das kann zu großen Schäden führen.

 

Rasen im Winter: Gefrorene Flächen bitte nicht betreten.

Zum Abschluss noch ein wichtiger Rat für den kommenden Winter: Gefrorene Grasflächen bitte nicht betreten. Die Grashalme können brechen und der Boden kann verdichten. Das führt im Frühjahr zu kahlen Stellen.

Fotos: @Fotolia- DoraZett, Stefan-Körber, Fotoschlick, ZoomTeam, sakkmesterke, Mmirpic, mirkorrosenau4, vencav

3 Kommentare

  1. Danke für die guten Tipps zum Rasenmäher im Herbst. Das Fallobst stellt meinen Nachbarn im Herbst vor so manches Problem. Daher muss die ganz Familie vor dem Rasenmäher erscheinen und die Äpfel von den Wiesen aufsammeln.

  2. Vielen Dank für den interessanten Artikel über Rasenpflege. Ich finde das Thema sehr spannend und habe im Internet auch schon einige gute Seiten gefunden. Haben Sie Tipps für einen grüneren Rasen?

    1. Haben Sie viele kahle Stellen? Dann ist eine Nachsaat mit einer hochwertigen Rasensamenmischung, die speziell für die Auffrischung und Reparatur des Grüns zusammengestellt ist, sinnvoll. Oder verdrängt Moos die Gräser? Damit Moos nicht die Oberhand gewinnt, gilt es, die Lebens- und Wachstumsbedingungen für Grashalme zu verbessern. Wichtigste Maßnahme ist das regelmäßige Düngen. Hilfreich ist auch die Verbesserung der Bodenstruktur mit einem humusreichen Bodenaktivator mit Mikroorganismen.

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