Mit dem Auto in den Urlaub? Was Sie beachten sollten!

Autocheck vor der Fahrt in den Urlaub

Fahrten mit dem Auto in den Urlaub sind für das Fahrzeug oft eine besondere Belastung. Weite Strecken und viel Gepäck fordern den Motoren und dem Getriebe viel ab. Auch die Reifen und das Fahrgestell werden stark belastet. Vor allem, wenn Sie ihr Auto üblicherweise nur für kurze Strecken oder in der Stadt nutzen, sollten Sie das Auto vor langen Urlaubsfahrten auf Herz und Nieren prüfen.

Einige Dinge können Sie natürlich leicht selbst checken. Scheibenreiniger und den Füllstand der Kühlflüssigkeit lassen sich schnell überprüfen. Auch der Ölstand ist leicht zu kontrollieren. Neuere Automodelle tun dies sogar schon automatisch beim Starten des Motors. Bei älteren Modellen müssen Sie sich jedoch selbst die Hände schmutzig machen und mit dem Ölmessstab herausfinden, ob noch genug Motoröl vorhanden ist. Sollten Sie Öl nachfüllen müssen, achten Sie unbedingt darauf, das richtige Öl zu nutzen.

Irgendwas stimmt mit dem Auto nicht?

Leises Klappern, ein vibrierendes Lenkrad, schleifende Geräusche – beobachten Sie ihr Fahrzeug genau. Sollten Sie unsicher sein, ob alles funktioniert, vereinbaren Sie sicherheitshalber einen Termin bei ihrer Autowerkstatt. Die Spezialisten können das Auto fachgerecht auf Herz und Nieren testen. Mechaniker haben außerdem die Möglichkeit, auch weitere Teile des Fahrzeuges zu überprüfen, die Sie selbst ohne größeren Aufwand nicht prüfen können: Zum Beispiel die Bremsen und die Federung des Fahrzeuges.

Mit dem Auto in den Urlaub – Nicht ohne meine Reifen!

Die Reifen zu prüfen ist vor einer langen Fahrt ganz besonders wichtig. Neben dem Druck muss auch die Profiltiefe kontrolliert werden. Die mindeste Profiltiefe sollte 3mm nicht unterschreiten, um einen sicheren Halt auf der Straße zu gewährleisten. Beim Reifendruck darf auch das zusätzliche Packgewicht nicht außer Acht gelassen werden. Oft ist es notwendig, den Reifendruck auf das erlaubte Maximum zu erhöhen, wenn der Wagen voll beladen ist.
Zudem sollten Sie die Reifen auf Beschädigungen und Risse prüfen. Selbst kleine Schäden am Reifen erhöhen die Gefahr eines platten Reifens. Auch das Risiko eines Reifenplatzers ist deutlich erhöht.
Wer unsicher ist, ob die Reifen eine längere Fahrt in den Urlaub aushalten oder ob sie besser ausgetauscht werden sollten, ist gut beraten, vor Fahrtantritt die Werkstatt des Vertrauens aufzusuchen und sich beraten zu lassen.
Während neuere Fahrzeugmodelle häufig nur mit einem Reifenflickset und einem Kompressor ausgestattet sind, verfügen viele ältere Modelle noch über einen Ersatzreifen. Vergessen Sie nicht, auch diesen zu kontrollieren. Sonst droht ihnen im Pannenfall ein kompletter Mobilitätsverlust. Zudem ist dann ein Abschleppen in eine Werkstatt kaum noch zu umgehen. Vor allem Fernab von Zuhause können schnell enorme Kosten entstehen.

Bei Reisen ins Ausland: Informieren Sie sich über Versicherungen und Verkehrsvorschriften

Besonders bei Autoreisen ins Ausland ist es wichtig, auf ausreichenden Versicherungsschutz zu achten. Haftpflicht, Auslandskrankenversicherung, aber auch eine Rückholversicherung bei Unfällen ist sinnvoll.
Auf diese Weise können die Kosten für eine Rückführung von Fahrzeug und Personen im Bedarfsfall rückerstattet werden und Sie sitzen nicht im Urlaubsort fest.
Auch die Vorschriften für Warnwesten sind in einigen Ländern strenger als in Deutschland. In einigen Staaten Europas ist es zum Beispiel Pflicht, dass jede Person, die bei einer Panne oder einem Unfall das Auto verlässt, eine spezielle Warnweste trägt.

Ein Mann versucht koffer in ein bereits überladenes Auto zu schieben.
Damit der Urlaub mit dem Auto ein Erfolg wird, sollte genau überlegt werden, was mitgenommen wird und ein Überladen vermieden werden.

Beladung prüfen!

Je mehr Personen gemeinsam mit dem Auto in den Urlaub reisen, umso mehr Gepäck muss mitgenommen werden. Achten Sie beim Beladen des Wagens auf eine ausreichende Ladungssicherung. Und überlegen Sie gut, wie das Reisegepäck verstaut wird: Vor allem scheinbar harmlose Alltagsgegenstände wie Wasserflaschen oder kleine Rucksäcke werden immer wieder nachträglich auf der Sonnenblende oder der Rückbank gelagert und können sich bei einem Unfall in tödliche Geschosse verwandeln.
Achten Sie darauf, schwere Gepäckstücke zuunterst und möglichst nahe an die Sitzrückwand zu verstauen. Auf diese Weise sind die Gepäckstücke gegen umherrutschen gesichert, können sich bei starken Bremsungen nicht in Geschosse verwandeln und beeinflussen den Schwerpunkt des Wagens nur minimal.

Zugelassenes Fahrzeuggewicht beachten

Achten Sie unbedingt auch auf die maximal erlaubte Zuladung. Häufig ist das Urlaubsgepäck schwerer als gedacht. Vor allem Familien kommen durch Gepäck und das Gewicht der Reisenden schnell an die Belastungsgrenzen des Fahrzeuges. Wenn Sie nicht sicher sind, nutzen Sie eine Gepäck-Waage, um das tatsächlich mitgeführte Gewicht zu ermitteln.

ein Mann steht neben einem Pannenfahrzeug und zieht seinem Sohn eine Sicherheitsweste über.
Eine Autopanne auf dem Weg in den Urlaub: Wer gut vorbereitet sein will, führt für jeden Fahrzeuginsassen eine eigene Warnweste mit. sogar für Kinder gibt es Westen in besonderen Größen.

Warndreieck, Verbandkasten und Sicherheitsweste

Wenn Sie mit dem Auto in den Urlaub fahren, kann es plötzlich zu Pannen kommen. Auch Unfälle treten meist ohne Vorwarnung auf.
Mussten Sie schon einmal Erste Hilfe leisten? Oder hatten eine Panne mit dem Auto? Dann kennen Sie sicher den Stress, den man in so einem Moment erlebt. Unfallstelle absichern, den Pannendienst oder die Rettung anrufen und das Warndreieck aufstellen.
An dieser Stelle sollten Sie sich nicht fragen müssen: „Wo ist mein Verbandkasten? Und das Warndreieck?“
Vor allem, wenn der Kofferraum mit Koffern und Taschen angefüllt ist, ist es schwierig, die Notfallausrüstung schnell zu erreichen. Deshalb sollten Sie vor Reiseantritt klären, wo Verbandkasten und Warndreieck in ihrem Fahrzeug zu finden sind und diese griffbereit unterbringen. Eine gute Idee ist es zum Beispiel, Verbandkasten und Warndreieck unter dem Beifahrersitz zu verstauen. Dort sind sie leicht zu erreichen.
Die Warnwesten für Fahrer und Beifahrer können platzsparend in den Türfächern untergebracht werden.
Übrigens: Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob ihre Kenntnisse in Erster Hilfe noch aktuell sind? 

 

Foto: Fotolia/MariaSbylova
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