Fallen die Äpfel vom Baum, kann die Apfelernte beginnen. Sammeln Sie Ihre Äpfel in Kisten oder Obstkörben. So können Sie das Obst gut lagern und nach Bedarf weiterverarbeiten.

Ein Korb mit vielen roten Äpfeln
Herbstzeit ist Apfelzeit.

Am besten werden Äpfel im dunklen Keller bei kühlen Temperaturen von 8-10 Grad eingelagert. Durch die Dunkelheit produzieren Äpfel weniger vom Reifegas Ethylen. Außerdem sollten Sie nicht stapeln, sondern das Obst vorsichtig nebeneinander legen. So vermeiden Sie Druckstellen. Und Vorsicht: Äpfel und Gemüse nicht zu nah beieinander aufbewahren. Der Apfel nimmt schnell Fremdgerüche an und verliert sein Aroma.

Tipps für das Kochen und Backen mit Äpfeln

  • Leider werden geschälte und geschnittene Äpfel schnell braun. Einreiben mit Zitronensaft verhindert die Verfärbung.
  • Zum Backen verwenden Sie am besten feste Äpfel, zum Kochen etwas saure und trockene und für Gelees reife und saftige Äpfel.
  • Wenn Sie große Apfelmengen verarbeiten möchten, empfehlen wir Ihnen die Herstellung von Marmelade oder Gelee.
  • Um eigenen Saft zuzubereiten, benötigen Sie einen Dampfentsafter oder eine Saftzentrifuge.
  • Apfelmus können Sie in Gläser abfüllen oder einfrieren.
  • Benutzen Sie einen Apfelausstecher, um das Kerngehäuse zu entfernen. Das erleichtert vor allem bei großen Apfelmengen die Arbeit und spart Zeit.

Leckere Apfelrezepte:

Apfelstreuselkuchen

Das brauchen Sie:

  • 500 g Mehl
  • 1 Pkt. Backpulver
  • 250 g Zucker
  • 1 Pr. Salz
  • 250 g Butter oder Margarine
  • 3 Eier
  • 1,5 kg Äpfel
  • 1 EL Zitronensaft

Für den Streuselteig

  • 250 g Mehl
  • 160 g Kokosraspeln
  • 200 g Zucker
  • 200 g Butter oder Margarine
Apfelstreuselkuchen mit Sahne und roten Äpfeln im Hintergrund.
Ein Apfelstreuselkuchen zu backen, ist bis auf das Schälen der Äpfel keine große Mühe.

So wird’s gemacht:

Die Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und auf einer groben Reibe raspeln. Mit Zitronensaft beträufeln. Butter oder Margarine mit Eiern in einer Rührschüssel schaumig rühren. Salz und Zucker hinzugeben. Mehl und Backpulver miteinander vermischen und dazu geben. Den Teig auf ein eingefettetes oder mit Backpapier ausgelegtes Backblech gleichmäßig verstreichen. Verteilen Sie nun die vorbereiteten Äpfel gleichmäßig auf dem Teigboden.

Für den Streuselteig Margarine oder Butter, Zucker, Mehl und Kokosraspeln vermischen und über die Äpfel geben.

Den Apfelstreuselkuchen bei 200°C 60 Minuten backen.

Unser Tipp: Wer mag, kann Rosinen oder Zimt zu den Äpfeln geben.

Kokos-Apfelkuchen

Das brauchen Sie:

  • 350 g Mehl
  • 1 Pkt. Backpulver
  • 200 g Zucker
  • 1 Pkt. Vanillinpulver
  • 120 g Kokosraspel
  • 1 Pr. Salz
  • 250 g Butter oder Margarine
  • 4 Eier
  • 350 g Äpfel
  • 1 EL Zitronensaft
  •  

Für den Guss

  • 250 g Puderzucker
  • 4 EL Zitronensaft
  •  

So wird’s gemacht:

Äpfel vorbereiten: schälen, Kerngehäuse entfernen und mit einer groben Raspel raspeln. Dann Zitronensaft unterrühren.

In einer Rührschüssel die restlichen Zutaten für den Teig miteinander verrühren. Dann die Äpfel darunter heben. Der Teig wird nun auf ein vorbereitetes Backblech gleichmäßig verteilt und bei 175°C 45 Minuten gebacken.

Puderzucker mit dem Zitronensaft verrühren. Den Guss noch auf dem warmen Kuchen verteilen.

Apfelmus

Das brauchen Sie:

  • 1,5 kg Äpfel
  • 150 g Zucker
  • 1/4 l Apfelsaft
  • 1/2 l Wasser
  • 1/2 Bio-Zitrone
  • (Zimt, Vanillezucker oder -aroma)
Apfelmus mit Zimzstange in einer Schüssel mit riten Äpfeln und Apfelmusglas.
Der Klassiker: Apfelmus ist bei Groß und Klein beliebt.

So wird’s gemacht:

Äpfel schälen und entkernen. Dann die Äpfel  in gleich große Würfel schneiden. Die Zitrone gründlich waschen, die Schale abreiben und aufbewahren. Die Zitrone auspressen. Den Saft zusammen mit der Schale, Zucker, Apfelsaft und Wasser ca. 5 Minuten aufkochen. Wer mag kann jetzt noch etwas Zimt oder Vanille zu dem Sirup hinzufügen. Nun die Äpfel hinzugeben und bei niedriger Temperatur zugedeckt köcheln lassen bis sie weich sind. Mit einem elektrischen Pürierstab können Sie feines Apfelmus herstellen. Apfelkompott mit kleinen Stücken erhalten Sie, wenn Sie das Obst mit einem Kartoffelstampfer vorsichtig zerdrücken.

Herzhafte Kürbissuppe mit Apfel

Das brauchen Sie:

  • 500 g Hokkaido-Kürbis
  • 250 g Äpfel
  • 250 g Zwiebeln
  • 3 mittelgroße Kartoffeln
  • 150 ml Wasser
  • 100 ml Sahne
  • 2 EL Öl
  • Zitronensaft
  • Weißwein
  • Currypulver
  • Salz
  • Pfeffer
  • Hühnerbrühe

So wird’s gemacht:

Hokkaido-Kürbis darf mit Schale verarbeitet werden. Sie müssen nur die Kerne entfernen und schon können Sie den Kürbis würfeln. Dann die Äpfel schälen, entkernen und auch würfeln. Ebenso werden die Kartoffeln geschält und gewürfelt.

Die Zwiebeln würfeln, in Öl glasig anbraten und mit dem Wasser ablöschen. Kürbis, Kartoffeln und Äpfel hinzufügen, weich kochen und pürieren. Mit der Hühnerbrühe aufgießen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Die Sahne hinzugeben und alles kurz kochen lassen. Zum Schluss mit Zitronensaft, Currypulver, Weißwein, Salz und Pfeffer abschmecken.

Apfel-Karotten-Aufstrich mit Walnüssen

Das brauchen Sie:

  • 75 g Karotten
  •  25 g Apfel
  • 1 TL Magerjoghurt
  • 75 g Magerquark
  • 1 TL gehackte Walnüsse

So wird’s gemacht:

Frische Karotten mit einer harten Gemüsebürste waschen. Äpfel schälen und entkernen. Karotten und Äpfel fein raspeln, mit Quark, Joghurt und Walnüssen  verrühren. Den Aufstrich mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Apfelgelee

Das brauchen Sie:

  • 2 kg frische Äpfel
  • 1 – 2 Zitronen
  • 2 Päckchen Zitronensäure
  • 900 ml kaltes Wasser
  • 500 g Gelierzucker 2 x 1
  • eine getrocknete Zimtrinde
  • Je nach Größe ca. 6 Marmeladengläser

So wird’s gemacht:

Zwei Gläser mit Apfelgelee und roten Äpfeln und einer Zitrone davor.
Wer reichlich Äpfel geerntet hat, kann viel leckere Marmelade oder Gelee einkochen.

Äpfel gründlich waschen und mit Schalen in grobe Stücke schneiden. Sie müssen sich nicht die Mühe machen, das Kerngehäuse zu entfernen. Die Apfelstücke können komplett in einen Kochtopf gegeben und mit Wasser aufgefüllt werden. Sie sollten mindestens im unteren Bodenbereich des Topfes gut mit Wasser bedeckt sein. Die Zimtrinde dazu geben und alles kurz aufkochen. Dann weitere 20 Minuten köcheln lassen. Die Apfelstücke sollen erhalten bleiben. Deshalb bitte nicht umrühren.

Über Nacht stehen lassen.

Für die Herstellung des Apfelsaftes benötigen Sie ein sauberes Geschirrhandtuch. Legen Sie das Tuch gleichmäßig in ein feines Sieb und filtern Sie den Saft. Für 500 g Gelierzucker 2 x 1 benötigen Sie 1 Liter Saft. Den Apfelsaft mit dem Gelierzucker, Zitronensaft und -säure verrühren. In einem großen Topf kurz aufkochen, weiter 5 Minuten köcheln, dann die Gelierprobe machen: Geben Sie etwas Apfelgelee auf einen Teller. Wird es schnell fest, ist das Gelee genau richtig.

Die Marmeladengläser heiß ausspülen und Apfelgelee heiß einfüllen. Den Glasrand vor dem Schließen der Metalldeckel säubern und fest zuschrauben. Die Gläser nun ca. 15 Minuten auf den Kopf stellen.

Unser Rezept für Erwachsene: Geben Sie nach dem Kochen des Gelees etwas Calvados dazu.

Apfelmarmelade

Das brauchen Sie:

  • 1 kg Äpfel
  • 1 Zitrone
  • Gelierzucker 1:1
  • Zucker nach Bedarf
  • Zimt, Vanille, Rosinen, Mandelblättchen oder Ingwer nach Belieben

Äpfel schälen, entkernen, mit dem Saft der Zitrone und etwas Wasser auffüllen. Die Äpfel sollten bedeckt sein. Aufkochen und bei Verwendung von sauren Obstsorten nach Bedarf mit Zucker süßen. Die Äpfel weich kochen. Je nach Geschmack nun Zutaten wie Zimt, Vanille, Mandelblättchen, Ingwer und/oder Rosinen dazugeben. Dann Gelierzucker hineingeben und alles einige Minuten sprudelnd aufkochen lassen. Anhand der Gelierprobe können Sie feststellen, ob die Marmelade fertig ist.   Geben Sie etwas Apfelmarmelade  auf einen Teller. Wird sie schnell fest, ist die Marmelade  genau richtig. Die fertige Marmelade in vorbereitete Gläser füllen und sofort verschließen.

Äpfel dünsten und karamellisieren

Das brauchen Sie:

  • 2 Bio-Zitronen
  • 750 g Äpfel
  • ca. 9 EL Zucker
  • 200 ml trockener Weißwein oder Apfelsaft
  • 1 Vanilleschote

So wird’s gemacht:

Den Saft einer Zitrone auspressen. Die Äpfel schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Mit Zitronensaft mischen. Vanilleschote längs aufschneiden, Mark herausschaben. Schmelzen Sie nun 4 EL Zucker in einem weiten Topf bis er goldgelb karamellisiert ist. Dann Wein und 200 ml Wasser zugeben, köcheln lassen. Hin und wieder umrühren bis sich Karamell löst. Äpfel und Vanillemark zugeben und zugedeckt ca. 20 Minuten dünsten. Die zweite Zitrone in feine Spalten schneiden und kurz vor Ende der Garzeit dazu geben. Noch ein paar Minuten köcheln, dann abkühlen lassen.

 

Hähnchen mit Äpfeln, Cidre und Calvados

Das brauchen Sie:

  • 1 Hähnchen
  • 2 Äpfel
  • 100 g Schalotten
  • 500 g Champignons
  • 4 EL Calvados
  • 200 ml Cidre
  • 2 EL Butter oder Margarine
  • 2 Becher Crème fraîche
  • 2-3 Petersilienstiele
  • 4 EL Öl
  • Salz
  • weißer Pfeffer

So wird’s gemacht:

Ein Glas Calvados mit 2 gelben Äpfeln auf Holz.
Mit Calvados, einem Apfelbranntwein aus der Normandie, lassen sich viele Apfelrezepte verfeinern.

Das Hähnchen waschen, trocken tupfen und in 8 Teile teilen. Die Schalotten schälen und halbieren. Hähnchenteile im heißen Öl goldbraun braten. Regelmäßig wenden. Mit Salz und Pfeffer würzen. Nun die Schalotten dazugeben und glasig dünsten. Überflüssiges Fett abgießen. Dann die Hähnchenteile mit Calvados übergießen und flambieren. Mit Cidre auffüllen und zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 30 Minuten garen.

Inzwischen die Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Die Äpfel schälen, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Die Champignons im heißen Fett goldgelb braten. Apfelspalten zufügen und mit Salz und Pfeffer würzen. Hähnchenteile kurz herausnehmen und Champignons mit Apfelspalten in die Soße geben. Crème fraîche einrühren und alles ca. 5 Minuten einkochen. Petersilie waschen, trocken tupfen und die Blättchen fein hacken. Nun die Hähnchenteile wieder dazugeben und mit gehackter Petersilie bestreuen.

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