Über den lückenlosen Einbruchschutz denken viele leider erst nach, wenn es zu spät ist. Auch Familie F. aus Hamburg ging davon aus, dass es sie nicht treffen würde. Als das Ehepaar mit den Kindern aus dem Urlaub kam, erwartete sie eine böse Überraschung: Durchwühlte Schubladen, umgeworfene Möbel, verschwundene Wertsachen. Einbrecher hatten die Terrassentür aufgehebelt und waren ins Haus eingedrungen. „Das schlimmste war die Vorstellung, dass sich jemand in meinem ganz persönlichen, privaten Bereich aufgehalten hat“, erinnert sich Doris F.. Sie fühlte sich in ihren eigenen vier Wänden nicht mehr sicher. Von der Polizei erhielt sie dann den Tipp, der ihr wieder ein Gefühl von Sicherheit gab. Die Polizisten empfahlen der Familie, die vorhanden Rollläden gegen eine einbruchhemmende, moderne Version auszutauschen. „Besonders in der Dunkelheit fühle ich mich jetzt vor neugierigen Blicken und ungebetenen Gästen wieder gut beschützt.“ Doris F. atmet auf, zumal der Umbau problemlos und unkompliziert war.

Einbruchhemmende Rollläden können im Grunde an jedem Haus nachgerüstet werden, auch wenn vorher gar keine Rollläden vorhanden
waren. Und wenn die Bewohner dann konsequent bei Einbruch der Dunkelheit die Rollläden herunterlassen, ist ein großer Schritt in Richtung Einbruchschutz getan.
Damit Rollläden Einbruchsversuchen wirklich Stand halten, müssen sie mit verstärkten Führungsschienen und Hochschiebesicherung ausgestattet sein. Sie werden nach DIN EN 1627-1630 geprüft und in Widerstandsklassen (Resistance Class) eingeteilt. Empfehlenswert sind Rollläden ab Widerstandsklasse RC 2. Diese setzen Einbruchsversuchen einen erheblichen Widerstand entgegen.
Natürlich sollten Sie nicht bei längerer Abwesenheit die Rollläden aus Sicherheitsgründen über Tage geschlossen halten. Das würde Einbrecher nur anlocken, denn so bemerken sie schnell, dass die Bewohner nicht zu Hause sind. Ideal ist es, motorisierte Rollläden mit Zeitschaltuhr oder Zufalssgenerator zu steuern oder direkt ins Smart Home einzubinden. So können sie bequem via Smartphone oder Tablet gesteuert werden – auch von unterwegs. Selbst aus dem Urlaub können Sie denn Eindruck vermitteln, als wäre jemand zu Hause. Eingebundene Lampen, die an- und ausgehen, verstärken den Eindruck. Einbrecher lassen sich davon oft schon abschrecken.

Einbrechern reicht leichtes Werkzeug, um über Fenster und Türen ins Haus zu kommen. Spezielle Rollläden verbessern den Einbruchschutz am Haus erheblich.
Warum sind Rollläden so ein sinnvoller Einbruchschutz?
Statistisch findet alle vier Minuten ein Einbruch statt. Erfahrungsgemäß versuchen die Langfinger es meist über die Fenster und Türen. Mit einfachem Werkzeug wie beispielsweise einem Schraubenzieher oder einem Kuhfuß brechen die Täter sie in wenigen Sekunden auf – meist ohne großen Schaden anzurichten. Aber wenn die Einbrecher nach zwei Minuten keinen Erfolg haben, ergreifen sie in der Regel die Flucht. Ein Drittel aller Einbrüche bleiben im Versuchsstadium stecken, weil die Häuser gut gesichert sind.
Was können Sie sonst noch für effektiven Einbruchschutz tun?

Einbrecher kommen in der Regel über schlecht gesicherte Fenster und Türen in Haus. Lassen Sie deshalb niemals Ihre Fenster auf Kipp stehen, wenn sie das Haus verlassen. Besonders in älteren Häusern können alte Haus- und Terrassentüren leicht aufgehebelt werden. Hier lohnt sich eine Investition in einbruchhemmende Modelle, die mit einem VdS-Siegel ausgezeichnet sind. Auch Querriegelschlösser und Zusatzschlösser mit Sperrbügel machen Einbrechern das Leben schwer. Ein Einbruch muss schnell gehen, da die
Diebe Angst haben, entdeckt zu werden. Dauert der Versuch, in das Haus einzudringen, länger als fünf Minuten, brechen die Langfinger häufig ihr Vorhaben ab. Beleuchtung rund um den Eingangsbereich schreckt gerade in belebten Wohngegenden Einbrecher zusätzlich ab.
Halten Sie sich außerdem an einfache Verhaltensregeln, um Diebe fernzuhalten:
- Bitten Sie Nachbarn bei längerer Abwesenheit, den Briefkasten zu leeren.
- Lassen Sie Gartenschuhe oder Gummistiefel vor der Haustür stehen.
- Sichern Sie Mülltonnen oder Leitern, damit sie nicht als Einstiegshilfe für höher gelegene Fenster dienen können.
- Geben Sie in sozialen Netzwerken oder auf Ihrem Anrufbeantworter keinen Hinweis auf längere Abwesenheit.
- Auch wenn Sie nur kurz das Haus verlassen: Ziehen Sie die Haustür nicht nur zu. Schließen Sie ab.
Fotos: Fotolia_kzenon1, Fotolia_sdecoret
Danke für diese Tipps zum Einbruchschutz. Mein Vermieter erlaubt leider keine Rollläden, deshalb überlege ich, sämtliche Glasflächen mit Sicherheitsfolien zu versehen. Außerdem werde ich meine Nachbarn bitten, während meines Urlaubs meinen Briefkasten zu leeren und auch in den sozialen Netzwerken darauf verzichten von meinem Urlaub zu berichten.