Machen Sie mit: Plastik reduzieren durch umweltschonende Alternativen

Bis zu 13 Millionen Tonnen Plastikabfälle gelangen jedes Jahr vom Land ins Meer. Dort haben sich allerdings schon schätzungsweise 150 Millionen Tonnen Müll angesammelt! Höchste Zeit, das Vermüllen der Meere zu stoppen. Dazu kann und muss jeder seinen Teil beitragen. Das ist übrigens gar nicht so kompliziert. Sie müssen auf nichts verzichten. Plastik reduzieren heißt, umweltschonende Alternativen verwenden.  Es sind nur ein paar Gewohnheiten, die jeder verändern sollte, um unnötiges Plastik aus dem Alltag zu verbannen. Machen Sie mit!

Plastiktüten, Dosen und Kabel schwimmen im Meerwasser (Plastik reduzieren)
Gigantische Müllmengen schwimmen durch unsere Meere. Es wird höchste Zeit, umzudenken und Plastik zu vermeiden.

Einkaufen ohne Plastik-Helfer

  • Plastiktragetaschen sind out und tabu! Gehen Sie mit Einkaufskorb oder Tragetasche aus Stoff in den Supermarkt. Vorteil: Diese Taschen sind stabiler und langlebiger. Ihnen wird unterwegs nicht der Tragegriff reißen und der Einkauf über den Bürgersteig rollen. Unser Tipp: Kaufen Sie sich einen Korb oder eine Tragetasche, die sie richtig schön finden. Dann bringt das Einkaufen gleich viel mehr Spaß!
  • Plastik reduzieren und entspannt einkaufen: Schlendern Sie doch mal wieder gemütlich über den Wochenmarkt und genießen Sie den Duft von frischen Gemüse und Blumen. Hier kaufen Sie regionale und saisonale Produkte. Verzichten Sie dankend auf die dünnen Plastiktütchen der Händler und legen Sie Ihren Einkauf in die mitgebrachte Stofftasche oder den Korb.
  • Nehmen Sie für den Coffee-to-go unterwegs Ihren eigenen Becher mit. Was viele nicht wissen: Coffee-to-go-Becher sind Sondermüll. Denn die Papierbecher sind innen mit einer dünnen Plastikschicht verbunden. Papier und Plastik können nicht separat recycelt werden. 
viele Plastik-Kaffeebecher (Plastik reduzieren)
Verzichten Sie auf Kaffebecher aus Plastik. Lassen Sie stattdessen Ihren Thermobecher unterwegs befüllen

 

Viele Verpackungen enthalten unnötiges Plastik

  • Beim Einkaufen gönnen Sie sich gern ein Schokoladeneis in der Eisdiele? Lassen Sie es sich schmecken, aber entscheiden Sie sich für ein Waffeleis statt des plastikbeschichteten Eisbechers. Vorteil: Sie können das Eis nun einhändig essen.
  • Obst und Gemüse nicht in Plastikverpackung kaufen! Obst besitzt eine Schale und ist damit natürlich geschützt. Also warum wollen wir es nochmal einwickeln? Das Gemüse kann in eine Papiertüte oder extra Stofftüte gelegt werden.
  • Entscheiden Sie sich beim Kauf ihrer Getränke für Glasflaschen oder Mehrwegflaschen. Übrigens: Sie können nicht nur Plastik reduzieren, sondern auch Geld sparen, wenn Sie statt Mineralwasser aus der Plastikflasche Leitungswasser trinken.
  • Achten Sie beim Kauf uf unnötigen Verpackungsmüll. Das ist ein Ausschlusskriterium. Kaufen Sie möglichst nur Ware, die umweltorientiert verpackt ist. Verzichten Sie auf mehrfach in Plastik eingeschweißten Produkte.  
  • Brot und Brötchen nur in Papiertüten kaufen.
  • Fleisch und Käse werden im Discounter abgepackt angeboten. Gehen Sie daran vorbei bis zur Käsetheke oder bis zum Schlachter. Hier erhalten Sie die Lebensmittel ohne Verpackungsmüll.

 

Plastik reduzieren im Haushalt

  • bunte Trinkhalme aus Plastik (Plastik reduzieren)
    Beliebt auf Kindergeburtstagen und Gartenpartys: bunte Trinkhalme aus Plastik. Sie werden einmal benutzt und dann weggeworfen.

    Verzichten Sie auf Plastik-Trinkhalme! Eine gute Alternative sind Halme aus recycelbarem Papier. Sie sind ebenso farbenfroh wie die Plastik-Trinkhalme und kommen auf dem Kindergeburtstag und der Gartenparty ebenso gut an.

  • Grillpartys produzieren leider oft große Mengen von Müll. Meiden Sie Plastikteller und –besteck. In Zukunft wird Einweg-Geschirr sowieso aus unserem Alltag verschwinden. Die EU-Kommission plant, Einwegplastikprodukte zu verbieten.
  • Auch Kindergeschirr besteht oft aus Plastik, weil es nicht so schnell beim Runterfallen zerbricht. Schüsseln, Bretter und Besteck aus Holz sind ebenso robust. Damit können die Kleinen wunderbar üben, selbstständig zu essen.
  • Keine Frage: Brotdosen sind eine praktische Erfindung, auch wenn sie häufig auf mysteriöse Weise verschwinden. Da im Schulranzen Butterbrotpapier die Hefte nicht vor Fettflecken schützt, sind Edelstahldosen die bessere Alternative.
  • Zum Aufbewahren von Nudeln, Reis, Mehl und Salz eignen sich Glasbehälter mit Silikon- oder Gummidichtung im Deckel oder Schraubgläser.

 

Nutzen Sie Ihr Plastik, so lange es irgendwie geht

Plastik reduzieren meint nicht, vorhandene Plastikgegenstände sofort in den Müll zu werfen. Im Gegenteil: Reparieren Sie die Dinge, anstatt sie wegzuwerfen. Je länger sie genutzt werden, desto später gelangen sie in den Müll. Sie dürfen auch Ihrer Kreativität freien Lauf lassen: Funktionieren Sie kaputte Plastikgegenstände einfach um. Vielleicht sind sie an anderer Stelle noch schön und nützlich?

Küchenuntensilien aus Holz und Glas mit frischem Gemüse (Plastik reduzieren)
So wird Plastik aus der Küche verbannt: Schraub- und Weckgläser sind eine gute Alternative zu Aufbewahrungsboxen aus Plastik. Auch Steingutgefäße und Holzlöffel sind umweltschonende Küchenhelfer.

 

Plastik reduzieren mit bewährten Alternativen

  • Hatte Ihre Großmutter auch einen Kochlöffel aus Holz? Wir sollten ihrem Vorbild folgen: Plastik-Kochlöffel reiben sich mit der Zeit in der heißen Pfanne auf. Kleinste Plastikteilchen gelangen so in Ihr Essen! Benutzen Sie besser Küchenutensilien aus Holz.
  • Wahrscheinlich hat Ihre Großmutter auch Speisen nicht mit Frischhaltefolie abgedeckt. Früher wurden Wachstücher und Wachspapiere verwendet. Diese umweltschonenden Tücher sind jetzt wieder Trend. Kein Wunder, sie sind nicht nur praktisch, sondern dazu noch äußerst dekorativ. Übrigens: Sie können diese Tücher selber machen auch nach eigenem Geschmack.
  • Hat Ihnen Ihre Oma früher beim Baden die Ohren gewaschen? Dann hat sie sicher einen nassen Waschlappen benutzt. Das ist eine gute Alternative zu Wattestäbchen, die den Ohrenschmalz bei falscher Anwendung in den Gehörgang drücken. Wer trotzdem nicht auf Wattestäbchen verzichten möchte, sollte die Bambus-Variante wählen.
  • Plastik reduzieren mit Filterkaffee: Im Jahr wandern in Deutschland rund zwei Milliarden Kaffeekapseln aus Plastik oder Aluminium in den Müll. Kaffeefilter sind eine gute Alternative. Sie können die Papierfilter unbesorgt im Biomüll entsorgen.
  • Vorsicht: Bioplastik hält leider in den seltensten Fällen, was es verspricht. Informieren Sie sich genau, bevor Sie Produkte aus Bioplastik kaufen. Auch wenn es suggeriert wird: Das Material ist in vielen Fällen nicht biologisch abbaubar.
  • Das wissen noch die Wenigsten: Viele Körperpflegeprodukte und Kosmetika enthalten Mikroplastik. Für uns sind diese leider nicht mit bloßem Auge erkennbar. Oder doch? Achten Sie auf die Inhaltsstoffe, die auf dem Produkt angegeben werden. Wird auf künstliche Polymere, wie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) oder auch Nylon hingewiesen, sollten Sie stattdessen besser zu Naturkosmetika greifen.

 

Plastik reduzieren – das können Sie tun:

  • Müll liegt an einem Strand. (Plastik reduzieren)
    Lassen Sie den Müll am Strand nicht liegen. Wenn jeder Strandbesucher nur drei Dinge aufsammelt und wegwirft, sind die Strände deutlich sauberer.

    Trennen Sie den Plastikmüll, damit dieser wiederverwertet werden kann.

  • Beseitigen Sie Abfall. Häufig gehen wir auf der Straße an achtlos weggeworfenen Plastikmüll vorbei. Heben Sie doch das eine oder andere Stück auf und werfen Sie es in den nächsten Mülleimer.
  • Tolle Idee: In den sozialen Netzwerken werden Strandspaziergänger und Urlauber aufgerufen, den Strand sauber zu halten. Jeder, der etwas Zeit am Wasser genießt, sollte drei Müllteile aufheben und richtig entsorgen. So kann dieser nicht mehr ins Meer gelangen.

 

 

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